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Schulpädagogik im Internet

education and pedagogics – online

Autor: Prof. Dr. Peter O. Chott M.A.

Schulpädagogik ist die theoriegeleitete und praxisorientierte Wissenschaft von Schule und Unterricht. Sie ist die Grundwissenschaft für alle in Schulen lehrenden Personen sowie für Interessierte aus den pädagogischen "Nachbarwissenschaften" (Sozialwissenschaften).

Zur Schulpädagogik gehören eine Vielzahl von Teilgebieten, von denen die Website „Schulpädagogik im Internet“ einige beleuchtet. Dem Besucher bzw. der Besucherin der Homepage werden von Prof. Dr. Peter O. Chott M.A., einem wissenschaftlich und praktisch ausgebildeten "Schulmann", zu folgenden Teilbereichen weit reichende, vertiefte Informationen und Wissensbestände angeboten:

  • Lernen lernen – Lernen lehren (LL)

  • Schulentwicklung

  • Konstruktivismus

  • Wissensmanagement

  • Mathetik

  • Fehlerkultur

  • Berufstheorie

Darüber hinaus findet man eine Sammlung von "Top Websites’ ,ein Gästebuch und besonders die Rubrik "Aktuelle Schulpäd’, in der auf zeitnahe, schulisch wichtige Forschungsergebnisse und Praxisbeiträge aufmerksam gemacht wird.

Zum "Lernen lernen – Lernen lehren":

'Lernen lernen' (LL) meint das (Er)Lernen von Techniken/Methoden/Strategien und ‚Einstellungen‘ zur

    * Organisation des Lernens
    * Info+Wissens-Aufnahme
    * Info+Wissens-Verarbeitung und –speicherung
    * Info+Wissens-Anwendung
      (= Primärstrategien)
    * Konzentration/Entspannung
    * Motivation
    * Kontrolle
      (= Stützstrategien)

'Lernen lehren' (LL) meint Lehren obiger Techniken/Methoden/Strategien und ‚Einstellungen‘

Lernen ist also bewusst gesetztes Unterrichtsthema!

Dem liegt eine 'konstruktivistische' Lernauffassung zugrunde. Das bedeutet Lernen ist ein aktiver und individueller Vorgang in einem "geschlossenen System" (Gehirn). Ebenso basiert dieses LL-Verständnis auf einer 'mathetischen' Lehr-Auffassung.  Diese meint mit 'Lehren' ist nicht ein ‚Überstülpen‘ kognitiver Inhalte, sondern ein ‚Anbieten‘ an die gesamte Person (vgl. CHOTT 2002).

Zur "Schulentwicklung"

Was ist Schulentwicklung? Es ist die gesteuerte und bewusst gestaltete Weiterentwicklung jeder einzelnen Schule unter Beteiligung möglichst aller Gruppen und Personen, welche die einzelne Schule besuchen bzw. in ihr arbeiten. Diese so genannte "Gestaltete Schulentwicklung" umfasst stets die Verbesserung und positive Entwicklung der Organisation, des Personals und des Unterrichts.

Zum "Konstruktivismus"

Der 'Konstruktivismus' ist ein interdisziplinärer Diskussionszusammenhang, der vor allem Überlegungen aus der Biologie der Kognition (MANTURANA), der Physik (HAKEN), der Chemie (PROGOGINE), der Kybernetik (v. FOERSTER) sowie der Psychologie (WATZLAWICK, PIAGET, v. GLASERSFELD) bündelt, um die menschlichen Gehirn-prozesse der Selbstreferenz (Rückkopplung), der Selbst-organisation und der Autopoiese (Selbstbezüglichkeit) zu beschreiben.

Diese Prozesse spielen besonders beim Lernen und Erkennen eine Rolle, so dass sich deren Erklärungsversuche auch auf das (schulische) Lehren auswirken.

Zum "Wissensmanagement’

Grundlegend für den Terminus ‚Wissensmanagement‘ ist der Wissensbegriff. Demnach liegt Wissen in verschiedenen Kategorien (apriorisch, aposteriorisch, apodiktisch, assertorisch) sowie in verschiedenen Arten (deklarativ, prozedural, metakognitiv; distribuiert) vor; es beruht auf der sinnvollen Verarbeitung und Verknüpfung von Daten und Informationen.

Zur "Mathetik’

Zusammengefasst wendet sich Mathetik beispielsweise gegen eine technisierte Unterrichtsvorbereitung und gegen ein lehrerzentriertes ‚Durchziehen‘ des Unterrichts am Schüler vorbei. Sie postuliert, immer wieder einen Perspektivewechsel vorzunehmen und das bewusste, strukturierte Lehren im Unterricht stets neu, ‚ganzheitlich‘ vom Lernen des Schülers aus zu betrachten, das - wie genannt - ‚konstruktivistisch‘ geprägt erscheint. Daraus folgt für die Lehrperson, sich einem relativistischen Standpunkt zu verpflichten und zu einer Haltung aufgefordert zu sein, welche die eigenen Beurteilungen stets in Frage stellt. In der Konsequenz heißt das, Lehren vor allem als strukturiertes, umfassendes Angebot an den Lernenden zu sehen, das nicht nur auf der Inhalts-, sondern auch auf der Beziehungsebene abläuft. Damit beinhaltet es einerseits das Lernen selbst und spricht andererseits nicht nur die Kognition, sondern auch Emotion, Motivation und Volition (Willen) des Lernenden an.

Zur "Fehlerkultur

Der Aufbau einer ‚Fehlerkultur‘  stellt gleichzeitig einen Teil der Förderung des Lernenlernens dar und unterstützt somit den Erwerb von Methodenkompetenz. Kennzeichnend ist, dass ‚negatives Wissen‘ und die Kenntnis ‚fachspezifischer Verfahren‘ ein Metawissen (das ist ein Wissen über das Wissen) darstellen, das vorwiegend ‚metakognitiv‘ (als Wissensinhalt über das Erkennen) erworben wird. Es enthält einerseits Inhalte zum Vermeiden von Fehlern (Fehlerprophylaxe) und andererseits Lehrangebote zum lernwirksamen Umgang mit Fehlern (Fehlermanagement). Da Fehler in allen Phasen des Lernprozesses vorkommen, betrifft dieses Metawissen grundsätzlich alle Lernprozesse. Man kann folglich allgemein von einem Metawissen   über Lernprozesse sprechen. Der hier entwickelte Begriff vom ‚Lehren des Lernens‘ beinhaltet aber lediglich allgemein das Anbieten von Metawissen über das Thema ‚Lernen‘. Im Besonderen enthält es ein spezielles Metawissen wie z. B. über ‚Fehler‘. Demzufolge ist die bewusste Auseinandersetzung mit Fehlern ein Lehrinhalt zur Förderung von Methodenkompetenz bei Schülerinnen und Schülern.

Zur "Berufstheorie’

Der Begriff Berufstheorie bezieht sich auf den Lehrberuf. D.h. es werden hierunter alle wissenschaftlichen (theoretischen) Bereiche zusammengefasst, die im engen Sinn für Lehrkräfte relevant sind oder deren Arbeitswelt erhellen können.

www.schulpaed.de


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