
Das Netzwerk Schülerlabore in der Helmholtz-Gemeinschaft
Experimentieren gehört zum „Kerngeschäft“ der Naturwissenschaften – nur so können Forscherinnen und Forscher Theorien bestätigen und neue Einsichten gewinnen. Viele naturwissenschaftliche Erkenntnisse, die wir heute als Gesetzmäßigkeiten hinnehmen, gehen auf wissenschaftliche Experimente zurück. Schülerinnen und Schülern hilft das Experimentieren im Schülerlabor, naturwissenschaftliche Theorien besser zu verstehen und auch hinterfragen zu können. Das theoretische Fachwissen, das Schulen vermitteln, wird beim Experimentieren auf einzigartige Weise verständlich: Wie entsteht beispielsweise ein „genetischer Fingerabdruck“? Das verstehen Schüler leichter, wenn sie diese Methode mit eigenen Händen in einem Analyselabor anwenden; sie können auch Phänomene wie die Schwerkraft besser begreifen, wenn sie selbst im Labor an der Schwerkraft ‚drehen’ und beobachten, welche Auswirkungen das beispielsweise auf Lebewesen wie Einzeller hat. Zu solchen und vielen anderen Experimenten leiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 20 Schülerlaboren in der Helmholtz-Gemeinschaft Schülerinnen und Schüler an. Schülerlabore ergänzen mit ihrem Angebot das Schulsystem und schaffen eine Schnittstelle zwischen schulischer und beruflicher Ausbildung. Sie sind auf diese Weise zu einem unverzichtbaren Element in der nationalen Bildungslandschaft geworden und leisten mit ihrer Arbeit einen direkten Beitrag zur Nachwuchsförderung in den Naturwissenschaften.
Schülerlabore – ein besonderer Ort zum Lernen- Schülerlabore sind ein authentischer Lernort, an dem wissenschaftliches Arbeiten sichtbar und erlebbar ist.
- Schülerlabore leiten zum selbstständigen Experimentieren an und machen naturwissenschaftliche Fragen begreifbar.
- Schülerlabore sind eine Ressource für Lehrkräfte, um neue Projekte und Aktivitäten in Schulen zu verwirklichen.
- Schülerlabore sind international vernetzt; sie profitieren von Kontakten und Partnerschaften im europäischen Lernraum und geben ihr Know-how an Bildungseinrichtungen weiter.
- Schülerlabore sind ein Bindeglied zwischen Forschung und Bildung, zwischen Schule und Beruf: Sie schlagen eine Brücke zu Bildungseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Berufsakademien, Fachhochschulen und Universitäten.
- Der Offene-Tür-Charakter der Schülerlabore hilft, Berührungsängste abzubauen.
- Schülerlabore machen die breite Öffentlichkeit mit naturwissenschaftlichen Themen vertraut und fördern deren Verständnis.